Leserstimmen
… Das Buch war sehr angenehm und fesselnd zu lesen. Ich konnte herzlich lachen, lauthals weinen und habe mich gut in die handelnden Personen und die Story hineinversetzen können…
Ami auf Amazon
…Insgesamt ein berührendes und emotionales Jugendbuch!…
Maya auf Amazon
… Die Autorin beschreibt einfühlsam und mit viel Gefühl diesen Trauerprozess und wie Sandra zurück ins Leben findet.
Ich empfehle das Buch jedem, der Lust auf mehr als seichte Sonnenschein-Lektüre hat. Bin schon gespannt auf Teil 2!…
Leseratte auf Amazon
Floating Hearts 1 - Leseprobe
1. Brief
Einfach weg
Dienstag, 7. Juli (Flug von SF nach Düsseldorf)
Lieber Dominic!
Ich sitze gerade im Flugzeug.
Wir – Mama, Papa, Jack, seine Eltern und ich – sind auf dem Weg nach Wien zu deinem … nein, zu dir. Wir sind auf dem Weg zu dir.
Es kann doch nicht sein, dass du, wenn wir in ein paar Stunden landen, nicht am Flughafen stehen wirst, oder?
Aber wo? Wo bist du? Du kannst doch nicht einfach so weg sein. Einfach verschwunden. Nici, das kann doch nicht sein. Nici bitte, sei doch am Flughafen, wenn wir in Wien landen. Bitte, ich will dich sehen. Bitte lass mich dich wenigstens noch einmal sehen.
Kannst du nicht einfach schnell vorbeikommen und mir sagen, was ich jetzt tun soll? Bitte. Du musst auch nicht lange bleiben. Nur ganz kurz, das würde schon reichen. Aber bitte – ich brauche dich.
Nun legt Jack gerade seinen Arm um mich und flüstert, dass ich fühlen werde, dass du immer bei uns sein wirst, wenn ich nur endlich beginne, auf mein Herz zu hören.
Aber Nici, wie soll ich auf mein Herz hören, wenn es gebrochen ist? Und wie soll ich Jack glauben, wenn ich ihm doch genau ansehe, dass es ihm genau so geht wie mir? Seine Augen sind verschwollen, seine Wangen sind gerötet und er verschnäuzt bereits das dritte Päckchen Taschentücher.
Es tut so verdammt weh, dass ich nichts fühle außer diesem unendlichen Schmerz.
Verdammt, die Tränen. Da sind sie wieder. Seit zwei Tagen laufen sie unaufhörlich meine Wangen hinunter.
Ich verstehe es einfach nicht. Du warst doch erst 19 Jahre alt, nur etwas über zwei Jahre älter als ich. Hattest gerade deine Schule beendet und so viele Pläne gehabt … wir hatten so viele gemeinsame Pläne. Und nun soll das alles weg sein? Einfach so? Das kann doch alles nicht wahr sein? Wie soll ich das überstehen?
Weißt du, was bis jetzt die schrecklichste Zeit meines Lebens gewesen ist? Von der ich gedacht habe, dass es schlimmer nicht mehr gehen kann? Als Mama, Papa und ich von New York vor acht Jahren nach Kanada gezogen sind und ich von dir getrennt wurde.
Davor waren wir ja immer zusammen gewesen und du hattest auf mich aufgepasst. Aber in Kanada war ich alleine. Ohne dich an meiner Seite war ich ein Nichts. Ich hatte Angst, traute mich nicht, andere anzusprechen, und war einfach nur unglücklich. Im Prinzip war ich genauso, wie Mama mich immer haben wollte. Einsam, ohne Selbstbewusstsein und Freunde – zumindest keine, die nicht mehrere Flugstunden von mir entfernt waren.
So brauchte Mama auch keine Angst haben, dass irgendjemand mir zu nahe kam und von ihren Wutausbrüchen erfuhr. Ich hatte niemanden, dem ich mich anvertrauen konnte. Nicht, dass ich es jemandem gesagt hätte. Aber so lief sie nicht einmal Gefahr, dass unser Geheimnis ans Tageslicht gelangen würde.
Mir ist es erst wieder bessergegangen, als Mama, Papa und ich vier weitere Jahre später nach San Francisco gezogen sind und du beschlossen hast, für ein Jahr zu uns zu kommen. Du hast ein Austauschjahr an der Schule gemacht, wo Papa und Mama mich angemeldet hatten, und hast mir so geholfen, endlich wieder Freunde zu finden.
Ohne dich würde es mir nun in San Francisco genauso gehen, wie es mir in Kanada gegangen ist. Ohne dich hätte ich keinen Jack in meinem Leben, wäre nicht in meiner Band und wäre einfach nicht die, die ich in den letzten vier Jahren geworden bin.
Aber nicht nur das hast du verändert. Seit du damals, als wir vor vier Jahren von Kanada hierher nach SF gezogen sind, hier gewesen bist, hat Mama sich total gewandelt. Sie lässt mir mehr Freiheiten und ihre Wutausbrüche sind auch viel seltener geworden. Ich will nicht sagen, dass wir ein perfektes Verhältnis entwickelt haben. Aber sie ist seither wirklich netter geworden.
Und wenn sie jetzt doch einmal wieder einen ihrer Wutanfälle bekommt, dann steht mir Jack stets bei. Mein Jack. Wir haben uns gesehen und sofort verstanden. Das haben wir alles dir zu verdanken.
Ach Dominic, du siehst, ohne dich bin und kann ich nichts. Seit du das eine Jahr hier gewesen bist, hat sich mein Leben wieder so sehr ins Positive verändert.
Du hast uns so oft hier in den Staaten besucht, dass man beinahe das Gefühl hätte bekommen können, dass du ganz in der Nähe wohnst und nicht einen Ozean entfernt, auf einem anderen Kontinent, mitten in Europa.
Nici, durch dich bin ich ICH geworden. Was soll ich nun nur ohne dich machen?
Seit diesem einen Moment, dem schrecklichsten Moment meines Lebens, der die Jahre in Kanada beinahe schön wirken lässt, weiß ich einfach nicht mehr, was ich machen soll.
Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehr lachen, nicht mehr singen. Ich kann nichts mehr außer weinen.
Dabei hatte ich nur ein paar Stunden zuvor die schönste
Nachricht meines Lebens bekommen. Eine Nachricht, die zu perfekt war, als dass ich sie mir jemals erträumt hätte.
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